Vier Wochen, ein Schweizer Sanitärbetrieb, eine Frage: Kann Finito Pro die spezifisch schweizerischen Geschäftsprozesse tatsächlich automatisieren?
Finito Pro hält, was es verspricht: Die QR-Rechnungen sind korrekt nach SIX-Standard, die MwSt-Berechnung mit Saldosteuersatz funktioniert einwandfrei, und die Lohnvorbereitung berücksichtigt AHV, BVG und kantonale Familienzulagen korrekt. Der Test ergab eine Zeitersparnis von 35 % bei der Administration. Im Vergleich mit Proffix fehlt die Tiefe der Finanzbuchhaltung, dafür ist die Einarbeitung zehnmal schneller. Unser Urteil: 4.5 von 5 Sternen für KMU bis 50 Mitarbeitende.
Unser Testbetrieb ist ein Sanitärunternehmen im Kanton Bern mit 18 Mitarbeitenden. Der Betrieb bearbeitet monatlich rund 90 Aufträge — von Notfall-Einsätzen über Badezimmerrenovationen bis hin zu Wartungsverträgen. Die bisherige Infrastruktur: Proffix für die Buchhaltung und Lohnabrechnung, Excel für die Auftragsplanung, WhatsApp für die Kommunikation mit den Monteuren und ein papierbasiertes Rapporten-System. Der Geschäftsführer wollte wissen, ob Finito Pro die Auftragsabwicklung und Fakturierung automatisieren kann, ohne Proffix komplett zu ersetzen.
Wir haben Finito Pro parallel zu den bestehenden Systemen eingeführt und vier Wochen lang verglichen. Die Kernfragen: Stimmen die QR-Rechnungen? Berechnet Finito Pro die MwSt korrekt? Wie gut funktioniert die Zeiterfassung im Vergleich zu den Stundenzetteln? Und wie viel Zeit spart der Betrieb tatsächlich?
Im Testzeitraum hat Finito Pro 87 QR-Rechnungen generiert. Wir haben jede einzelne mit dem offiziellen SIX-Validator geprüft. Ergebnis: 87 von 87 Rechnungen waren korrekt — IBAN, Referenznummer, Betrag, QR-Code-Formatierung. Die Zahlungseingänge über die QR-IBAN wurden automatisch der richtigen Rechnung zugeordnet. In zwei Fällen hat der Kunde manuell ohne Referenz überwiesen — diese mussten wie gewohnt manuell zugeordnet werden, aber Finito Pro hat sie als «unzugeordnet» markiert und den Benutzer benachrichtigt.
Im Vergleich mit der bisherigen Methode (QR-Code über ein separates Online-Tool generieren und in die Word-Vorlage einfügen) ist die Finito-Pro-Lösung um Welten effizienter. Was vorher 15–20 Minuten pro Rechnung dauerte, erledigt das System in Sekunden. Bei 87 Rechnungen pro Monat entspricht das einer Zeitersparnis von rund 20 Stunden. Proffix generiert QR-Rechnungen ebenfalls korrekt, erfordert aber eine wesentlich aufwendigere Konfiguration der Debitorenbuchhaltung.
Unser Testbetrieb arbeitet mit der Saldosteuersatz-Methode — wie die Mehrheit der Schweizer Handwerksbetriebe. Der bewilligte Saldosteuersatz beträgt 5.1 %. Finito Pro hat diesen Satz korrekt auf alle Rechnungen angewendet und die quartalsweise MwSt-Zusammenfassung fehlerfrei generiert. Die Berechnung stimmte auf den Rappen genau mit der manuellen Kontrolle überein.
Wir haben auch die effektive Methode simuliert und die Ergebnisse mit Proffix verglichen. Die Abweichung betrug maximal CHF 0.05 — verursacht durch unterschiedliche Rundungslogiken, was innerhalb der Toleranz der ESTV liegt. Für ein KMU, das bisher die MwSt manuell in Excel berechnet hat, ist die automatische Berechnung in Finito Pro ein enormer Gewinn an Sicherheit und Zeitersparnis.
Die 18 Mitarbeitenden des Testbetriebs haben die Finito-Pro-App zur Zeiterfassung genutzt. Die Einarbeitung war bemerkenswert kurz — nach einer 10-minütigen Einführung konnten alle Monteure selbständig Zeiten erfassen, Pausen buchen und Rapporte erstellen. Die GPS-Standorterfassung (optional) wurde von den Monteuren anfangs skeptisch betrachtet, aber nach einer offenen Diskussion über den Zweck (Fahrzeitennachweis, nicht Überwachung) akzeptiert.
Am Monatsende generierte Finito Pro eine Lohnvorbereitung für alle 18 Mitarbeitenden. Die Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge — AHV/IV/EO (5.3 %), ALV (1.1 %), BVG (nach Alterskategorien) — stimmte mit der Proffix-Berechnung überein. Auch die kantonal unterschiedlichen Familienzulagen (Bern: CHF 230.— pro Kind) wurden korrekt berücksichtigt.
Ein wichtiger Hinweis: Finito Pro ersetzt keine vollwertige Lohnbuchhaltungssoftware. Es liefert eine Lohnvorbereitung, die der Treuhänder oder die Lohnbuchhalter als Grundlage verwenden können. Für die definitive Lohnabrechnung — inklusive Quellensteuer, BVG-Mutation und AHV-Jahresmeldung — empfehlen wir weiterhin ein spezialisiertes System wie Proffix oder Abacus. Aber: Die Lohnvorbereitung von Finito Pro reduziert den Aufwand beim Treuhänder um geschätzt 50 %, was sich direkt in niedrigeren Treuhandkosten niederschlägt.
Finito Pro ist kein Proffix-Killer — und das will es auch gar nicht sein. Es ist vielmehr eine hervorragende Lösung für die Auftragsabwicklung, Fakturierung und Zeiterfassung, die viele Prozesse automatisiert, die in Proffix manuell oder umständlich sind. Für Betriebe, die bereits Proffix oder Abacus nutzen, kann Finito Pro eine sinnvolle Ergänzung sein — insbesondere für den mobilen Einsatz und die Kundeninteraktion (Offerten, Terminbestätigungen, Kundenfeedback).
Für Betriebe, die noch mit Excel und Word arbeiten und den Schritt zur Digitalisierung wagen möchten, ist Finito Pro der ideale Einstieg. Es bietet 80 % der Funktionalität einer Enterprise-Lösung zu einem Bruchteil der Kosten und des Aufwands. Die Schweizer Spezifika — QR-Rechnung, MwSt, Sozialversicherungen, revDSG — sind korrekt implementiert. Und die 14-tägige Testphase ermöglicht es, das Tool ohne jedes Risiko zu evaluieren.
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